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“Technik frisch aus dem Labor”
Von admin | 5.Juni 2009
Breitband-Glasfaser | In Beiersdorf wird an allen Ecken und Enden gebaggert - Testphase im November
“Technik frisch aus dem Labor”
Coburg - Ultraschnelle und multimediale Kommunikationsverbindungen sind eine Schlüsseltechnologie. Ballungsräume wie Köln, Stuttgart, München und Leipzig verfügen mittlerweile über die erforderliche Breitband-Glasfaser-Infrastruktur. In wenigen Monaten spielt auch das beschauliche Beiersdorf im Konzert der Großen mit, denn Ende Oktober beginnt für die 543 Haushalte ein neues Zeitalter. Dann gehören beispielsweise lange Wartezeiten beim Laden von Internetseiten oder bei Downloads der Vergangenheit an.

Seit sieben Wochen sind vier Unternehmen dabei, im Auftrag der Städtischen Überlandwerke Coburg (SÜC) den kompletten Stadtteil umzugraben. Nach dem Spatenstich am 20. April zeugen überdimensionale “Maulwurfshaufen” an allen Ecken und Enden von reger Bautätigkeit. Beiersdorf hat die Stadt als “Versuchskaninchen” für das Projekt “Fibre to the building” auserkoren mit dem Ziel, sukzessive alle Stadtteile an eine leistungsstarke Daten-Autobahn anzubinden. Dafür hat der Stadtrat im mittelfristigen Investitionsplan bis zum Jahr 2012 exakt 17 Millionen Euro gebilligt. Ein “ehrgeiziges Volumen” (Oberbürgermeister Norbert Kastner), das dem Standort Coburg gegenüber anderen Kommunen künftig entscheidende Wettbewerbsvorteile bringen soll.
Bislang läuft in Beiersdorf alles wie am Schnürchen. “Wir sind voll im Zeitplan”, berichtet SÜC//dacor-Geschäftsführer Uwe Meyer von “deutlich sichtbaren” Baufortschritten und keinerlei Beschwerden. “Die Beiersdorfer stehen dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber und freuen sich über die neue hypermoderne Technik, die zum Teil frisch aus dem Labor zum Einsatz kommt.”
Auf die haben ab November alle 543 Haushalte in einer zweimonatigen Testphase Zugriff. Bis dahin sind dann rund 10 000 Meter Kabelgraben gezogen worden, in denen die SÜC 720 000 Meter Lehrrohre (”Speed-Pipes”) verlegt und mit ebenfalls 720 000 Metern Lichtwellenleiterkabel “Leben eingehaucht” hat. Mit dieser Infrastruktur verfügen Bürger wie Unternehmen neben einem superschnellen Internet über komfortable Dienste im Telekommunikationsbereich - inklusive Fernsehen. Alles in allem betragen die Kosten 2,3 Millionen Euro.
Wie hoch die monatliche Nutzungsgebühr nach Ablauf der kostenlosen Testphase sein wird, steht laut Uwe Meyer bislang noch nicht fest. Allerdings sei klar, dass der Breitband-Service angesichts der Anschlusskosten von rund 4500 Euro pro Haushalt nicht zum Nulltarif zu haben sei. Ein Teil der Investitionen müsse zurückfließen, so Meyer.
Derweil laufen bei Stadt und SÜC schon die Vorplanungen für andere Erschließungsgebiete. Als sicher gilt, dass die High-Speed-Technologie auch im Stadtteil Wüstenahorn im Zuge des Projekts “Soziale Stadt” realisiert wird. cs
Weitere Informationen zu “Fibre to the building” geben Jens Vierneusel (09561/7491158) und Heike Thierfelder (09561/7491116).
Quelle: NP-Coburg vom 05.06.2009 - www.np-coburg.de
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